Liebe Mitchristen,

plötzlich Advent! Kennen Sie dieses Gefühl, dass einem bewusst wird, bald ist Weihnachten und das Jahr geht zu Ende? Zwar gibt es schon seit Wochen bzw. Monaten überall Lebkuchen, Plätzchen, Weihnachtsdeko etc., aber erst mit Beginn des Adventes wird es konkret. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und in der Kirche beginnt, mit dem 1. Advent, das neue Kirchenjahr.
Im Blick auf das turbulente Jahr und der momentanen Situation stellt sich die Frage – wie wird es diesmal sein? Wird die nicht endende Corona-Pandemie uns wieder in kleine Kreise und Rückzug in unsere Häuser verweisen? Sehnen wir uns da noch nach Stille im Advent nach so vielen Entbehrungen? Vermissen wir nicht noch mehr die selten gewordene Gemeinschaft mit anderen?
Die biblischen Texte der Adventssonntage spiegeln eine Zeit der Unsicherheiten und Erwartungen. Die Menschen der damaligen Zeit sehnten sich nach Veränderung. Auch sie bedürfen immer wieder des langen Atems und der Zusage – alles wird gut, Gott lässt uns nicht allein.
„Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht!“ Jes 35,4
So alt dieser Text auch ist, so ist sein Inhalt auch heute aktuell.
Ich wünsche uns allen, dass wir uns in diesen herausfordernden Zeiten bestärken lassen, dass wir nicht verzagen und den Mut verlieren, dass wir erkennen, was unser Leben trägt und wertvoll macht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Adventzeit.
Ihre Gemeindereferentin Silke Höhne