„Ich glaube nur, was ich sehe!“ Irgendwie steckt diese Haltung des Apostels Thomas in uns fest. Wir Menschen wollen etwas zum Anfassen, wir wollen Beweise und handfeste Ergebnisse.
Wir lenken unser Leben oft nur über den Verstand.
Wir sehen und sehen doch nicht.
Thomas musste der Herr erst die Augen öffnen.
„Osteraugen“ schenkte ihm Jesus.
Und solche „Osteraugen“, die im Verbund mit dem Herzen und der Seele sehen, brauchen auch wir, um das große Geheimnis der Auferstehung zu verstehen.

Der verstorbene Bischof Klaus Hemmerle hat dazu geschrieben:

            Ich wünsche uns Osteraugen,
             die im Tod bis zum Leben sehen,
             in der Schuld bis zur Vergebung,
             in der Trennung bis zur Einheit,
             in den Wunden bis zur Heilung.

            Ich wünsche uns Osteraugen,
             die im Menschen bis zu Gott,
             in Gott bis zum Menschen,
             im ICH bis zum DU
             zu sehen vermögen.

            Und dazu wünsche ich uns
             alle österliche Kraft und Frieden,
             Licht, Hoffnung und Glauben,
             dass das Leben stärker ist als der Tod.

Eine gesegnete Osterzeit wünschen Pastor Hiebert und das Seelsorgeteam