„Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?“
Diese Frage, die Jesus im heutigen Evangelium stellt, macht deutlich, dass zu seiner Zeit Juden und Samariter nicht gerade gut miteinander zurechtkamen. Es geht um den einen der zehn Aussätzigen, die von Jesus geheilt werden, den einzigen, der zu ihm zurückkehrt und ihm dankt. Ausgerechnet dieser eine ist aus Samarien, ein Fremder! Ist Jesus so sehr Kind seiner Zeit und seines Volkes, dass er solche Vorurteile gegenüber Fremden übernimmt? Das wissen wir nicht. Letztlich kommt es auf das an, was Jesus danach sagt: „Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.“ Im Glauben kommt es nicht darauf an, woher einer kommt oder zu welchem Volk er gehört.
Der Apostel Paulus bringt es in seinem Brief an die Galater so zum Ausdruck: „Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich, denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.“

Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht
Pastor Manfred Plunien