Liebe Mitchristen in der Pfarreiengemeinschaft,

die Mariengedenktage „Mariä Geburt“ und „Mariä Schmerzen“ haben es dieses Jahr schwer: Sie
fallen beide auf einen Sonntag und werden nach den Regeln der Liturgie deshalb nicht gefeiert, auch nicht am nächsten Tag nachgeholt. Da ist die Ordnung des „Liturgischen Kalenders“ ganz klar: Der Sonntag geht vor - er ist der Gedächtnistag der Auferstehung Jesu und damit im Rang höher als die Marienfeste.

Ich denke, Jesus und Maria werden darüber im Himmel milde lächeln und vielleicht sagen: „Schaut, die Menschen machen es wieder ganz geordnet und ganz genau! Wir nehmen einander nichts weg, wir geben jeder dem anderen gerne die Ehre, die ihm zusteht.“

Natürlich halten wir uns an diesem Sonntag an die vorgegebene liturgische Ordnung, aber das heißt ja nicht, dass wir nicht auch an Maria denken dürfen. Das wird uns ihr Sohn Jesus Christus ganz bestimmt nicht verbieten. Und umgekehrt wird Maria nicht darauf bestehen, dass wir ihre Feste feiern, sondern sie wird sich an das Wort halten, das sie schon bei der Hochzeit von Kana gesprochen hat: „Was ER euch sagt, das tut!“

Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht
Pastor Manfred Plunien