Herz-Jesu, Bilsdorf

Bilsdorf ist die jüngste und kleinste Kirchengemeinde in der Pfarreiengemeinschaft Nalbach.

 

von Dieter Lorig

Bilsdorf ist die jüngste und kleinste Kirchengemeinde in der Pfarreiengemeinschaft Nalbach. 25 Jahre nach Einrichtung einer eigenen Seelsorgestelle wurde Bilsdorf erst 1946 zur Kirchengemeinde und 1961 zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Mit enormem Elan verstand es Vikar Karl Weller, der 1944 zum Seelsorger des kleinen Primstalortes ernannt worden war, die ausschließlich katholisch geprägte Bevölkerung für den Bau eines neuen Gotteshauses zu begeistern. 1949 legten die Bilsdorfer den Grundstein für ihre neue Pfarrkirche am früheren Standort einer alten Kapelle, die zu klein und auch baufällig geworden war. Mit viel körperlicher Eigenleistung, teilweise eigenen Baustoffen und Geldspenden halfen die Bilsdorfer am Bau des Gotteshauses tatkräftig mit.  Die Bauplanung und -überwachung lagen in Händen des Regierungsbaurates Heinrich Latz und Archtikten Toni Laub. Auf etwa 14. Mio. französische Franken waren die Baukosten veranschlagt. Die Freude war groß als die neue Kirche 1951 gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. 
Innen ist die Bilsdorfer Pfarrkirche sehr schlicht gestaltet. Holz dominiert vom Chorraum über das Hauptschiff bis hin zur Empore. Besonders die wuchtigen Holzportale und massive Empore dokumentieren das besondere handwerkliche Können der damaligen Kirchenbauer. 
Auffällig ist auch die Konstruktion der Innendecken. Die geschickte Anordnung miteinander verbundener massiver Vierkantbalken verstärkt hauptsächlich die Deckenkonstruktion. Zudem stellen die balkenverbindenden großen Kreuzschrauben eine stilistische Verbundenheit her zur Kreuzigungsgruppe an der Frontwand des Altarraums.

Text/Foto: Dieter Lorig


Foto: Pfarrkirche Herz-Jesu Bilsdorf, Außenansicht, Dieter Lorig
Außenansicht (Foto: Dieter Lorig)

 Foto: Pfarrkirche Herz-Jesu Bilsdorf, Innenansicht, Dieter Lorig
Innenansicht (Foto: Dieter Lorig)